Lifestyle: Himmel oder Hölle? – Homeoffice

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Damals dachte ich immer: Das ist mein Ziel – von Zuhause zu arbeiten. Ich habe mir vorgestellt wie ich total entspannt in meiner Wohnung sitze, in der Mittagspause (die ich sehr regelmäßig einhalten würde) würde ich genauso entspannt zum Yoga gehen, aus der ich noch entspannter wiederkommen würde. Die Sonne würde (den ganzen Tag) in das Zimmer reinscheinen und nach meiner Arbeit (die mir natürlich auch so leicht fallen würde) würde ich ein paar Runden auf meinem Balkon meditieren. (Nun habe ich alle Berliner Hipster Klischees bedient). Ja nur leider muss ich mein damaliges Ich enttäuschen. Ich meine, dass ich immer noch alle Klischees bediene hat sich nicht geändert.. Aber ein paar Sachen, die ich gelernt habe erzähle ich Euch in diesem Artikel..

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Nun sitze ich hier also – in meinem langersehnten Homeoffice und habe einige Jahre vorgespult. Die Sonne scheint leider nicht immer so idyllisch in unsere Wohnung, vor allem wenn man den Berliner Winter berücksichtigt. Statt Vogelgezwitscher höre ich Betrunkene auf der Straße und meinen Nachbarn, der ständig mit seinem Fernseher spricht. Auch mein noch so entspannter Tag verläuft nicht so entspannt weil ich es weder zum Yoga schaffe noch zur Meditation. Da ich noch so viel Arbeit vor mir habe, macht mich das noch weniger entspannt. Nun bin ich noch frustrierter über das dreckige Geschirr, das sich stapelt und fange an zu spülen. Als wäre der Tag nicht frustrierend genug, putze ich nun noch die ganze Wohnung. Why not?

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Okay. Was bitte ist hier schief gelaufen?

Klare Trennung

Homeoffice ist immer noch Office in dem dein Zuhause mit deiner Arbeit verschmilzt. Ich habe damals den Fehler gemacht keine klaren Trennungen zu definieren und mich in Hausarbeit verleiten zu lassen, sobald ich Finanzamt auf meiner To Do Liste sehe..(Gott, das Finanzamt und diese Bürokratie. Eine Thema für sich..)

Das ist grundsätzlich als Freelancer wichtig: Eine Trennung. Es muss nicht strikt sein, vor allem als Kreativer brauch man Freiheiten. Wichtig ist aber seinen Kopf dabei nicht zu verlieren. 🙂 Ein Homeoffice kann daher auch eine Lieblingsecke auf dem Sofa sein (in Gesellschaft deines Hundes, natürlich) oder ein einzelnes Büro, das du dir eingerichtet hast. Es geht einzig und allein um Atmosphäre! Je wohler du dich fühlst desto besser und produktiver arbeitest du auch.


Chaos beseitigen und Atmosphäre schaffen

Was mach ich nun gegen meine plötzlichen Putzattacken? Ich plane meine Woche gründlich und an den Tagen, an denen ich Homeoffice mache, schaffe ich mir eine Atmosphäre, in der ich gut arbeiten kann. Das bedeutet: Ich putze die Wohnung am Vorabend und bringe alles an seinen Platz. Und nein mein Nachbar ist immer noch sehr bewegt über die Fußballereignisse, trotzdem kann ich nachhelfen. Atmosphäre schaffe ich mit der richtigen Einrichtung, die mich zuhause wohlfühlen lässt. Unsere Wohnung ist zum Beispiel sehr gemütlich und bunt eingerichtet. Bunte Deko aus der ganzen Welt, viele Pflanzen. Mir hilft das beim kreativen Prozess. Das kann hier auch für jeden ganz verschieden sein. Hauptsache: Gerne aufstehen und gerne arbeiten. 

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Kenne dich und deine Bedürfnisse

Jetzt wo das Außen deines Homeoffices steht, geht’s nach innen. Je besser du dich und deine Bedürfnisse kennst, desto besser integrierst du sie in deinen Alltag und erzielst damit bessere Arbeitsergebnisse.

  • Also bist du eher Frühaufsteher oder Spätaufsteher?
  • Arbeitest du nach Plan oder eher spontan?
  • Was brauchst du noch zusätzlich um dich zuhause wohl fühlen zu lassen?
  • Einen ergonomischen Stuhl, Musik bei der Arbeit?

Mein damaliges ich wird ganz entsetzt darüber sein. Aber es hat damals wohl nicht verstanden, dass es beides ist: Himmel und Hölle. Und das beides absolut okay ist.

M.

Machst du auch Homeoffice? Wie ist Deine Erfahrung und was hast Du bisher gelernt? 
Wir würden uns so sehr freuen, wenn Du Dein Wissen und Deine wertvollen Ratschläge/Tipps an uns weitergibst und wir alle die Möglichkeit haben uns auszutauschen. Schreib uns in den Kommentaren unten oder schicke uns einen Instagram DM oooor schicke uns eine superfancy old school E-Mail (contact@literaapoetry.com). Die besten Tipps werden in einem neuen Artikel vorgestellt. 

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