Kreativ auf Knopfdruck – Unsere Methode

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Oft werde ich gefragt wie es sich lebt als Autorin, wenn Schreiben zum Beruf wird und man tagtäglich abliefern muss.. Ist Kreativität überhaupt abrufbar? Und wisst ihr was? Kreativität funktioniert tatsächlich auf Knopfdruck. Mit der richtigen Routine und Abwechslung! Wie das geht, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Inspiration ist alles in diesem Beruf. Spannende Orte zu sehen, reisen, Kunst und Literatur aufzusaugen. Und das liebe ich! Wird aus dem Schreiben aber ein täglicher Beruf muss man tagtäglich funktionieren weil es den Vermieter wenig interessiert, ob wir diesen Monat endlose Schreibblockaden hatten oder die Muse abgesagt hat.. Verdammt! Miete und Rechnung ist trotzdem fällig. Und nun rennt die Zeit und wir sitzen mit unseren Blockaden und  müssen auch noch abliefern. Und jetzt? Und schon stolperst du in die Falle. Zumindest war es bei uns so. Wir haben uns gerne mal beim Jammern erwischt: Unsicherheiten, Blockaden und dazu noch lästige Rechnungen sind nun mal Teil des Freelancerlebens.
So wie in fast allen Bereichen im Leben gilt es:

Entscheide ich mich dafür oder dagegen?

Entscheide ich mich für die Blockaden oder dagegen?

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Ins Tun kommen


Definitiv für eine Veränderung und gegen die Blockaden. Der erste Schritt lag nun definitiv an der Einstellung etwas ändern zu wollen, mit dem Gedanken mussten wir uns anfreunden. Kein Jammern mehr. Next Step: Ins Tun kommen.

Von nun an richteten wir unseren Fokus bewusster und blickten reflektierter auf unseren Alltag. Ich freute mich sogar auf die Blockaden, da ich mich bald ganz von ihnen verabschieden würde! 😉

Wir stellten uns folgende Fragen:

  • Wann ist das Schreiben/Arbeiten am produktivsten? (morgens, mittags, abends?)
  • Was lief schief und warum?
  • Was könnte das für Ursachen & Gründe haben?
  • Was sind Störfaktoren?
  • Sind das innere, äußere Störfaktoren?
  • An welchem Ort ist das Schreiben am produktivsten? (Homeoffice, Coworking Space, Café, Reisen)
  • Was könnte das für Ursachen & Gründe haben?

Wir benutzten folgende Tools:

Trello  – Projektmanagementtool (Notiz und Beobachtungen)
Wunderlist – Für unsere gewünschten Pläne und ToDos
Timesheet – Um unsere Zeit für die jeweiligen Aufgaben zu tracken

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Das kam dabei raus:

Wir beobachteten unsere schlechte Angewohnheiten, analysierten Störfaktoren und entdeckten dabei immer wiederkehrende Muster. Z.B das ich mich sehr schnell ablenken lasse, wenn ich Emails oder Nachrichten auf meinem Handy bekomme und danach Schwierigkeiten habe mich zu fokussieren. Und das wir abhängig vom Umfeld unterschiedlich konzentriert/ unkonzentriert gearbeitet haben. Spannend oder? Wir konnten unter anderem das Fazit ziehen: Handy wird entweder auf Flugmodus gesetzt oder in der Tasche gelassen, Mailfunktion wird während der Arbeit ganz ausgeschalten. Beobachte dich mal, du wirst sehen, dass das Monstrum Blockade gar nicht mehr so riesig ist 🙂 Nun zum Umfeld!

 

Abwechslungsreiche Routine

Wusstet ihr auch das Räume unsere Einstellung beeinflussen können? In einer Studie von dem brit. Psychologieprofessor Daniel Nettle wurde bewiesen, dass die Umgebung nicht nur unsere Stimmung, sondern auch massiv unsere Einstellung beeinflussen und das sogar wenn man sich kurz in einem Raum aufhält. Wir haben das schon immer ein wenig gefühlt, denn wir wussten die richtige Atmosphäre ist alles. Nach langem Ausprobieren haben wir festgestellt, dass für uns Abwechslung als auch Routine wichtig ist.

 

Unser Ablauf sieht wie folgt aus:

Wir planen unsere Woche und unsere ToDos vorab Zuhause und passen dementsprechend den Ort an die Aufgaben an, um eine gute Arbeitsatmosphäre zu schaffen.

  • Brainstorming (Konzepte, Strategien, Projekte entwickeln)

Fürs Brainstorming geht es in ein Café, CoWorking Café, wo es ruhig mal lauter zugehen kann weil die impulsive Energie und die Lautstärke ein guter Impuls für Ideensammlung sein können. Zum Beispiel ins Factory Café oder The Greens Café.

  • Kreatives Schreiben (Für euch und Buch in process) :))

Schreiben wir kreativer setzen wir uns in den Park , in ein Café/ Terrasse oder ein CoWorking Space, in dem wir uns besonders wohl fühlen. Hier ist es momentan Factory Library oder CoWomen.

  • Copywriting (Für Kunden)

Arbeiten wir konzentriert arbeiten wir im Homeoffice oder wir suchen einen ruhigen Space, der uns möglichst wenig ablenkt damit wir fokussiert arbeiten.

Wir mussten uns lange beobachten und vor allem unseren Blockaden stellen. Oft sind es tatsächlich nur äußere Umstände, die dann ins Innere gelangen und uns dabei hindern im Flow zu sein.

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Dein Traum ist auch ein Business

Wird aus dem Schreiben Arbeit, muss es auch als Arbeit angesehen werden. Jetzt ist das nicht nur ein Traum, sondern auch ein Business. Dieser kleine Shift hat alles für mich verändert! Denn mir hat diese innere Sichtweise sehr geholfen professioneller ans Schreiben ranzugehen und bei der nächsten Schreibblockade nicht direkt in Panik auszubrechen, sondern Professionalität zu bewahren. Ich konnte mich auch Kunden gegenüber besser positionieren und mehr Wertschätzung für meine Arbeit erlangen. Als ich das ganz zu Beginn als einen Traum gesehen habe, bin ich öfters in Situationen geraten, mich unter meinem Wert zu verkaufen und auf unfaire Deals einzulassen weil ich kompromissbereiter war. Das eine schließt das andere nicht aus: Es ist immer noch der größte Traum, den ich lebe nur die Sichtweise ist professioneller geworden!

Und ja, man kann sagen all das hat uns geholfen besser und fokussierter zu schreiben. Wir sind keinesfalls Maschinen und es gibt natürlich auch Tage an denen es trotzdem nicht läuft auch wenn wir es noch so sehr versucht haben.. Aber mit der Zeit haben wir die Blockaden akzeptiert, sie tauchen nur noch ganz selten auf so wie auch unser Vermieter gott sei Dank 🙂

M.

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Wie ergeht es euch mit Blockaden und wie managed ihr euren Alltag damit?
Schreibt es uns gerne in die Kommentare.

 



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Success! You're on the list.

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