Wanderlust: Reisen als Inspirationselixier

Wenn man ständig neu kreieren muss, muss Inspiration her. Das beste Rezept? Reisen.
Für mich gibt es nichts besseres, meine größte Leidenschaft. Meine liebsten Geschichten, die ich erzähle, meine schönsten Erinnerungen, auf die ich zurückblicke. Manchmal inspirieren mich Charakterzüge, ein bestimmtes Café oder der Abendflair einer Stadt. Manchmal verschmelzen Details von mehreren Personen zusammen. Vielleicht eine Situation, die ich wiedergebe oder ein Gefühl. Als Autorin ist Reisen ein absolutes Muss. Und für dich auch. Warum verrate ich dir in diesem Artikel.

Grund Nummer 1.) Perspektivwechsel und Weite

Anders als Zuhause wo schnell der Alltagstrott und die Gewohnheit eintreten kann, was für die Inspiration gift ist, bewirkt eine neue Umgebung Wunder. Sobald du neues Land betrittst, heißt es neue Sprache, neue Bräuche, neue Menschen.
Ist das nicht spannend? Plötzlich heißt es: Anders funktionieren und anders denken. Das treibt dich an, Dinge vielschichtiger zu sehen und wahrzunehmen. Und das im kleinsten Detail und mit allen Sinnen: Du wirst Essen anders schmecken und den Geruch der Natur riechen. Du wirst die Frische des Meeres spüren und die grellen Farben der Stadt sehen.
Da du mehr siehst und intensiver erlebst, weitet sich auch dein Bewusstsein für Neues, was den Kreativitätsprozess anregt. Ein Buch zu schreiben? Ein Kunstwerk oder doch eine Tanzperformance? – Ja bitte!

Grund Nummer 2.) Neue Begegnung mit dir Selbst

Besonders wenn du alleine unterwegs bist, wirst du immer eine besondere Begegnung mit dir selbst machen. Besonders in Extremsituationen. Da du immer wieder einer neuen Situation ausgesetzt bist, musst du dich ständig neu anpassen und diese wiederum bringen dich immer wieder aus der Komfortzone. Manchmal sind es Menschen, die uns auf einer kurzen Strecke begleiten, manchmal ein besonderes Gespräch, dass uns zu etwas anstößt, antreibt oder verändert. Mal eine kleine Seitengasse, mal eine atemberaubende Naturszenerie. Für mich war es eine großartige Erfahrung ständig über meinen Schatten zu springen und mich immer wieder neu zu beobachten. “Hallo Angst!” “Hallo Zweifel!” – Waren auch Begleiter auf meiner Reise. Vor einigen Jahren hätte ich tatsächlich nie für möglich gehalten, alleine als Frau zu reisen. Ich war festgefahren auf dem Gedanken: “Als Frau, alleine?”
Schon bei dem Gedanken durchfuhr mich eine panische Angst. Aber: Warum eigentlich? Meistere ich den Alltag hier nicht alleine? Warum limitiert man sich dann so?


Es war ganz einfach, die Angst vor dem großen Unbekannten, die Angst die Kontrolle zu verlieren. Denn dort würde der Alltag anders aussehen, als im gewohnten Berlin. Da zuckt die Komfortzone sofort. Sie zuckt nicht sofort, sondern schreit schon fast! Aber das war es was ich brauchte: “Eine Extremtherapie”, wie ich sie nannte.
Und ehe ich mich versah buchte ich ein Ticket in die Philippinen. Für einen Monat. Ich wusste nicht wohin genau, plante nichts. Ich wollte alles auf mich zukommen lassen. Und ja, falls ich euch jetzt einen Herzinfarkt beschert habe, tut es mir Leid. Das ist eine sehr drastische Therapienmaßnahme. Aber wisst ihr was? Meine Ängste sind weg. Genauso wie meine Komfortzone weniger hysterisch wird. Denn mit allen Problemen, Situationen bin ich super zurechtgekommen und fühle mich stärker denn je. Seit der letzten Reise war ich danach drei mal alleine reisen. Jedes mal weit weg, jedes mal ohne zu planen und jedes Mal unvergessliche Erlebnisse. Für mich war es das stärkste Wachstum und die besten Lehren meines Lebens.

Grund Nummer 3.) Geschichtenerzähler

Alle diese Erinnerungen, alle diese Eindrücke speichern sich in deinem Gedächtnis ab und egal wie du dich ausdrückst, du kannst du es auf deine ganz eigene Weise erzählen. Deine ganz eigene Geschichte. Denn so wie du die Erlebnisse erlebt, wahrgenommen, gefühlt und erzählst, sind sie absolut einmalig.

Inspiration kann also alles sein. Ein plötzlicher Einfall, als eine klare Erkenntnis oder ein interessanten Gedanken. Wie du es siehst, ist dir überlassen. Aber eines ist sicher:
Das Wort Insperatio kommt vom Lat. Beseelung “Einhauchen von Leben, Geist, Seele”.
Warum hauchst du in Zukunft also nicht mehr Seele ein?


Was inspiriert dich am meisten? Schreib es uns gerne in die Kommentare.

Read the article in English here.

Text:
Masha ist die Gründerin von Literaa Poetry und die bessere Hälfte von Pedro.
Sie schreibt gerne Kolumnen und Lifestyle-Themen und kümmert sich um die Redaktion.
Lies hier mehr über Masha hier.

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