Fiction: Blüte der Zeit – Kapitel V

Ich hatte das Gefühl, dass das Boot die Segel gesetzt hatte und es mich zurückgelassen hatte. Ich musste vom Pier ins Wasser springen und so schnell wie möglich schwimmen, um es zu finden. Es gab kein Zurück, entweder würde ich ertrinken noch würde ich sie erreichen. Der nächste Morgen sollte wie in den letzten dreihundert Jahren mein täglicher Morgen sein. Aufwachen, unglücklich über das Leben sein, aufstehen, noch mehr unglücklich über das Leben sein, ein wenig vom Toast und Saft, am Ende sind es doch wieder nur ein paar Bissen und die restlichen fünf Minuten der Frühstückszeit verbringe ich damit, an meine schlechten Lebensentscheidungen denken.

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Fiction: Blüte der Zeit – Kapitel IV

Lieben heißt loslassen. Wir sind nur so frei, wie es unsere Vorstellungskraft es auch zulässt. All diese klischeehaften Gedanken gingen mir durch den Kopf. Nach dieser Nacht zweifelte ich alles an. Ich hätte schwören können, dass in mir etwas zerfallen ist. Es war ein Gewicht, das von mir abfiel. Ich kannte es nicht, so leicht zu leben. Grenzenlos. Bei jedem Schritt, den ich machte, fühlte ich, dass ich in einen Abgrund fallen würde. Es war berauschend und furchterregend.

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Fiction: Marmor Träume


Etwas, an das ich mich am meisten erinnere, ist die Sonne.
Am schönsten ist es, wenn wir das Licht durch die weißen Marmorwände reflektieren sehen, zwischen ihnen hin und her hüpfen, als wäre es ein Tanz aus Licht und Lebe. Wie eine Ode an die Toten, die zuerst sahen, wie schön sie sein konnten. Die Tausenden von Spatzen und Stare durchdrangen das Diamantenlicht und ignorierten uns einfache Kreaturen, die auf den Straßen standen. Was können wir schon wissen? Wir konnten nicht einmal spüren, wie die Luft unsere Federn durchdrang, die Sonne, die uns die uns die Richtung aufzeigte.

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