Thinkpiece: Von Zufällen und der gescheiterten Liebe

Sie sagt: „Ich muss noch oft an ihn denken.“ Und lächelt. Wir treffen uns auf einer Parkbank, sie mit ihrer Zeitung, ich mit meinem Kaffee. Eigentlich sollte es nur ein kurzer Spaziergang am Sonntagmorgen werden. Stattdessen traf ich diese ältere Frau. Ganz zufällig. Eine Begegnung, die ich so schnell nicht vergessen werde. Sie schaut zum leeren Spielplatz. „Ich komme öfters hierher. Eigentlich jeden Morgen.“ Dann legt sie ihre Zeitung zur Seite. Ihre Finger sind zart trotz der vielen Falten, ihre Augen leuchten, als sie anfängt zu sprechen. Trotz ihren Alters hat sie ihre Lebensfreude nicht verloren.

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Geschichten der Gegenwart

Ich bin sicher, dass ich einen gesunden Geist habe. Warum? Weil so viel Angst darin verstaut ist. Gibt es noch einen klareren Beweis fürs Bewusstsein, als sich gefangen zu fühlen und voller Schwindelgefühl durch die Stadt zu pendeln? All diese Wesen im Zug beobachten, versuchen, sich gegenseitig zu ignorieren, Träume von Reichtum und Gesundheit haben, nur für sie, nie für andere. Eine neue Welle des Narzissmus fegte unsere Gesellschaft wie ein Tsunami, den niemand kommen sah.

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Thinkpiece: Gestrandete Seelen

 „Ich bin seit 10 Jahren hier.“
Sagt er und nippt an seinem Bier. Wie kommts?“ Frage ich mit einem Lächeln.
„Ich weiß nicht. Ich war am reisen und bin hier irgendwie stecken geblieben. Und nun sind es 10 Jahre.“ Er lacht und schaut verlegen in die Weite. Man sah ihm die 10 Jahre durchaus am Körper an. Er war sowohl gealtert aber auch jung geblieben. Braun gebrannt aber voller sichtbarer Narben. Jede Narbe, eine eigene Geschichte. Jede Geschichte mit ihren unverheilten Wunden. Er wollte jünger rüberkommen, als er war. Stärker, als er je sein würde. Wir schweigen kurz.
Mein Blick wandert auch über den Strand. Ich verlor mich in der Tiefe. 

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Fiction: Blüte der Zeit – Kapitel IV

Lieben heißt loslassen. Wir sind nur so frei, wie es unsere Vorstellungskraft es auch zulässt. All diese klischeehaften Gedanken gingen mir durch den Kopf. Nach dieser Nacht zweifelte ich alles an. Ich hätte schwören können, dass in mir etwas zerfallen ist. Es war ein Gewicht, das von mir abfiel. Ich kannte es nicht, so leicht zu leben. Grenzenlos. Bei jedem Schritt, den ich machte, fühlte ich, dass ich in einen Abgrund fallen würde. Es war berauschend und furchterregend.

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Fiction: Die Blüte der Zeit Kapitel I

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Ich habe Möwen gegen Raben eingetauscht. In meinem Rucksack hatte ich drei Tage lang Kleidung und eine Zahnbürste. In meinem Herzen, ein Leben lang Träume. Ich habe zu lange darauf gewartet, und ich frage mich, warum…. Ich will nicht denken, dass ich zu lange in meinen Ängsten, in einem bloßen Klischee gefangen war, oder? Ich meine, wenn ich mir die Kakerlaken in meinem Kopf so bewusst sind, hätte ich es besser wissen müssen, nicht wahr?

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Fiction: Marmor Träume


Etwas, an das ich mich am meisten erinnere, ist die Sonne.
Am schönsten ist es, wenn wir das Licht durch die weißen Marmorwände reflektieren sehen, zwischen ihnen hin und her hüpfen, als wäre es ein Tanz aus Licht und Lebe. Wie eine Ode an die Toten, die zuerst sahen, wie schön sie sein konnten. Die Tausenden von Spatzen und Stare durchdrangen das Diamantenlicht und ignorierten uns einfache Kreaturen, die auf den Straßen standen. Was können wir schon wissen? Wir konnten nicht einmal spüren, wie die Luft unsere Federn durchdrang, die Sonne, die uns die uns die Richtung aufzeigte.

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Thoughts: Ein paar Gedanken aus Vietnam


Endlich war es soweit.

Fern von Sorgen, Alltag verabschiedete ich mich von Berlin. Keine Flucht aber eine Auszeit. Als das Flugzeug abhob war es als würde die Welt tief einatmen und für einen Moment still stehen.

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Thoughts: Ich bin alleine aber nicht einsam

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Kurzes Vorwort: Dieser Artikel wurde vor 2 Jahren in einem Online-Magazin veröffentlicht, zu einer Zeit, als ich Single war 😉 Vielleicht helfen dir diese Worte,
ermutigen oder motivieren dich. Das ist die Hauptsache für uns!
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Thoughts: In the middle of nowhere – Warum sind wir so lost?

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„Ich weiß noch nicht, was ich machen möchte.“ Das ist einer der häufigsten Sätze, die ich in Berlin höre, wenn es um Partnerschaften, den Beruf oder ums Leben geht. „Vielleicht ist es besser, wenn wir gucken, wohin es läuft, was sich ergibt. Schauen wir mal.“ Das klingt plausibel: Dinge geschehen und auf sich zukommen zu lassen. So leicht und einfach. Aber wer trifft denn dann eine Entscheidung?